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Liebe Fans/Freunde,


der zweite Moment des Schreckens ist Realität geworden. Im Lockdown vergangenen März, wurden erstmals alle stehenden Termine abgesagt. 3 ausgefallene Touren, ein finanzieller Verlust im fünfstelligen Bereich und der Abriss einer überlebensnotwendigen Kontinuität waren die Folge. Letztere bezeichnet den zweiten Moment des Schreckens.


Was heisst das? Während ich in der Weltgeschichte unterwegs bin und Konzerte spiele, Veranstaltungen beiwohne oder in sonst irgendeiner Art auftrete (Interviews, Beiträge, Artikel), halte ich ein Rad am laufen, welches es mir ermöglich "weiter zu machen". Kontakte mit neuen "Partnern" (Menschen!) entstehen, mit denen man Pläne schmiedet um eine gemeinsame Liebe aufrecht zu erhalten: unabhängige Rockmusik/Kultur. Freigeistertum höchster Güteklasse (das was den Rest von euch hoffnungslos davor bewahren soll, von der Industrie nicht KOMPLETT zugeschissen zu werden).

Für uns, für euch - mit euch! Die letzten 6 Monate haben mir diese "Netzwerkarbeit" so gut wie unmöglich gemacht.

Viele meiner altbewährten Kontakte sind nicht mehr in der Lage mit mir zusammen arbeiten zu können - geschweige denn überhaupt arbeiten zu können. Natürlich reden wir von Clubs die geschloßen wurden, Clubs die es sich nicht mehr erlauben können unabhängige Freigeister wie mich (die der dreckigen Industrie den erbitterten Kampf angesagt haben) zu engagieren, aber auch Veranstaltern denen die Arbeitsgrundlage genommen wurde usw.


Das vierte Reich der Kulturindustrie hat mehr an Macht gewonnen denn je. Jeder der sich von Spotify-Playlists tot berieseln, oder sich von Netflix und Co. in der Unendlichkeitsschleife in Ohnmacht befeuern lässt, ist genauso Schuld an dieser Problematik, wie bspw. auch unsere realitätsferne Bundesregierung mit ihren "Hilfepaketen", für die sie sich als Regierung der Nation der "Dichter und Denker" grün und blau schämen sollte (besser gesagt: schwarz und rot). Zu tief steckt der Phallus der Großkonzerne in ihren Rachen und/oder Gesäßen (zumal diese schon vereinzelt großzügiger subventioniert werden, als der gesamte Kultursektor). 

Um eine dramatische Situation noch weiter zu überspitzen: ich bin vorerst aus dem Geschäft. Die Clubsaison 20/21, die wichtigste Zeit in unseren Kreisen (Oktober-April), ist für den Dracu Namen non-existent. KEINE EINZIGE BUCHUNG = keine Einkommensquelle. Werde ich auf die Bühne zurück kehren? Ich weiß es nicht.


In den nächsten Wochen werden einige neue Veröffentlichungen kommen und ich werde natürlich weiterhin versuchen den guten Kampf zu kämpfen. Ich rechne damit zu verlieren, Feuer und Blut. Wenn ich untergehe, dann mit wehenden Fahnen. Bitte erwartet aber dementsprechend keinen falschen Optimismus mehr von mir - vor allem nicht auf den verschissenen sozialen Netzwerken, die diesen ganzen Abschaum den es zu beseitigen gilt ohne hin nur bekräftigen. Es ist an der Zeit das Pferd der absoluten Willenlosigkeit in das Herz der Hölle zu reiten. Ich hoffe ich bin in dessen Umsetzung auch nur halbwegs so radikal wie in dem Schreiben dieser Zeilen. Wo kein Weg ist, muss einer gebahnt werden.


In ewiger Rebellion


- Sebastian Dracu, Schwarzwald, 23.10.2020

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